Eine Umschulung - eine Investition in die Zukunft
Wer eine Umschulung in Erwägung ziehen sollte, welche Berufe seitens des Arbeitsamtes zurzeit näher in Betracht kommen, warum sich diese lohnt und was man im Vorfeld genau beachten sollte.
Sich für eine Umschulung zu entscheiden heißt, einen völlig neuen Lebensweg einschlagen. Deshalb sollte dieser Schritt wohlüberlegt sein. Man verbringt einen Großteil seiner Lebenszeit mit Arbeit. Also sollte diese möglichst Freude bereiten. Zunächst sollte sich der Betreffende daher fragen, wo seine Stärken liegen. Inzwischen lässt sich auch bei den Arbeitsämtern ein entsprechender Test absolvieren. Dann ist man gut beraten, sich im Vorfeld genau über die Tätigkeit zu informieren. Der vermeintliche Wunschberuf kann sich sonst leicht als enttäuschend herausstellen.
Allzu oft haben Interessierte eine falsche Vorstellung von der Praxis. Zu Bedenken ist außerdem, dass das Arbeitsamt oder das zuständige Jobcenter von vornherein nur ganz bestimmte Berufe als förderungswürdig anerkennen. Das sind alle Berufe, die über eine so genannte Maßnahme-Nummer verfügen. Eine solche wird wiederum an all jene Ausbildungen vergeben, die nach Ansicht des Arbeitsamtes die Aussicht auf ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis bieten. Folglich ist die Berufswahl eingegrenzt. Gefördert werden in der Regel keine Ausbildungen, die in der Selbstständigkeit münden. Klassische förderungswürdige Ausbildungen stellen momentan alle kaufmännischen Berufe sowie die Altenpflege dar. Hier besteht nach wie vor eine recht große Nachfrage. Ausgebildete Kaufleute sind zudem flexibel einsetzbar. Jedenfalls gelingt oftmals der Einstieg ins Berufsleben mittels Zeitarbeit.
Bleibt natürlich die Frage, wann und ob denn eine Umschulung sinnvoll ist. Grundsätzlich ist sie für alle diejenigen ratsam, die bisher noch über keine Ausbildung verfügen. Eine solide Ausbildung stellt nach wie vor den zuverlässigsten Schutz vor Arbeitslosigkeit dar. Außerdem sollten sicherlich diejenigen Umschulungen in Erwägung ziehen, die längerfristig von Arbeitslosigkeit bedroht sind.
Schließlich sollte man sich bereits vor dem Ausbildungsbeginn auch ein Bild von der Bildungseinrichtung machen, welche die Umschulung anbietet. Eine sich vorher bereits abzeichnende, ablehnende Einstellung zum Bildungsträger schlägt sich auf die erbrachten Leistungen nieder.
21.12.2010